PRESSE

Der Theatermacher 2017

Thomas Bernhards radikale Tirade über das Theater, die Kunst und die Menschen ist eigentlich ein Monolog und braucht den geschlossenen Raum. Dachte man bisher. Regisseur Carl Philip von Maldeghem und Bühnenbildner Thomas Pekny aber haben die Herausforderung gemeistert.

Aus Bernhards Brachial-Monolog hat von Maldeghem ein Ensemblestück geformt, bei dem man über frühere Skandalzeilen heute auch lachen kann. Lerchenbergs Art, Bruscons Schmähreden herauszuschleudern, entfaltet atemberaubende Wucht.

Nürnberger Nachrichten

Joseph and the amazing technicolor dreamcoat 2017

Selten war Religionsunterricht so kurzweilig und lebendig wie mit Joseph, seinen disloyalen Brüdern und den äußerst bekannten Melodien. [...] Für "Joseph and The Amazing Technicolor Dreamcoat" gab sich Intendant Carl Philip von Maldeghem die Regie-Ehre. Das Resultat ist ein erfrischend freches Revival der Bibel-Jungs - die übrigens, wie das Gros des Cast, mit Jugendlichen besetzt wurden.

What I saw from the cheap seats

Lulu 2017

Unter den vielen Möglichkeiten, die facettenreiche Titelfigur zu deuten, entschied sich Regisseur Maldeghem für die Kindfrau. Nikola Rudle ist also nicht das berechnende Sexmonster, das sich mit schwachen Männern spielt, sondern eher das Mädchen, das nie striktere Lebensregeln gelernt hat und nimmt, was ihr in den Weg kommt. Am liebsten väterliche Figuren. […] Am ehesten im Fall von Chefredakteur Schön (Christoph Wieschke), dessen Beschützerinstinkt herausgefordert ist. Seine Versuche, aus der Beziehung auszubrechen, scheitern. Dieses Handlungselement arbeitet die Regie kraftvoll heraus.

APA

Oedipus Rex 2017

Intendant von Maldeghem wagte in der Felsenreitschule ein Gesamtkunstwerk: Dieses vielversprechende Fest für Theater, Ballett und Oper entzückte
Dennis Russel Davies leitet das Mozarteumorchester Salzburg voll Leidenschaft und dennoch differenziert. Mit Verve agieren der kräftig erweiterte Chor und das Ballett des Landestheaters. (...) Roman Payer als Oedipus und Aude Extremo als Iocaste wurden für Ihren Gesang zurecht bejubelt.

Die Presse

Die Ilias 2016

Homers berühmte Ilias ging im Salzburger Landestheater in moderner Fassung über die Bühne. Carl Philip von Maldeghem hat das Epos mit seinen 16.000 Versen verdichtet und erzählt den Kampf um Troja in fünf Sprachen. Nicht nur Schauspieler, sondern auch Sänger und Tänzer bevölkern die Bühne. Gregor Schleuning verkörpert den Superstar Achill, dessen Zorn kein vernünftiges Handeln mehr ermöglicht. (…) Eine turbulente Inszenierung, die das Publikum begeistert.

ORF

Die Zauberflöte 2014

Mit dieser »Zauberflöte« für Puppen und Menschen hat Salzburg seine lange Tradition guter Inszenierungen dieser Oper fortgesetzt. […] »Die Zauberflöte« Maldeghems und seines Ausstatters Christian Floeren begeisterte das Premierenpublikum vor allem durch viele sympathische Einfälle und Details, die das meistgespielte Werk der Operngeschichte mehr als drei Stunden lang ohne Leerläufe frisch, vital und unterhaltsam machten.

APA/Tiroler Tageszeitung

Die Pest 2014

Um die Einsamkeit des Einzelnen in einer völlig abgeriegelten Stadt zu demonstrieren, wählt Maldeghem die völlige Reduktion und stellt einen Schauspieler zwei Stunden lang allein auf die riesige Landestheater-Bühne. Christoph Wieschke verkörpert alle zwölf Figuren des Romans […]. Wieschke beweist enorme Präsenz und darstellerische Vielfalt.

SVZ

Faust I (2013) 2013

Goethes „Faust“ ist ein Hit. Ein Stück voll Bos- und Weisheit, jeder Satz ein Hieb gegen Gott und die Welt. Der „Faust“ am Landestheater ist ein Musterbeispiel für den Umgang mit dem „Klassiker“: Kurzweilig, ja beschwingt, im Tempo. „Modern“ im Ambiente mit Labor und Laptop. Dabei ganz werkgetreu am Text, mit ein paar launigen Frechheiten von Heute.

Drehpunkt Kultur

Sascha Oskar Weis als verführerischer Mephisto (teilweise im schillernden Glitzerkostümchen), Christoph Wieschke als Dr. Faust und Shantia Ullmann als Gretchen sind festspielreif. Der Pudel aus dem Marionettentheater war auch wieder gekommen, bellte und schnappte und die Bühnentechnik zeigte, was im gläsernen Versuchslabor für Ratten alles möglich ist. Der Besucher darf sich auf den Faust II in der Felsenreitschule freuen und sollte sich daher des Dramas ersten Teil nicht entgehen lassen. Damit er erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält."

Kronenzeitung

Faust II 2013

Tollkühn nimmt das Salzburger Landestheater den Kampf mit Goethes Riesenwerk in der imposanten Kulisse der Felsenreitschule auf.

Salzburger Nachrichten

Die gut zweieinhalbstündige Strichfassung ist vernünftig, […] die meisten Bilder der Salzburger Inszenierung sind modern, eindringlich und groß. Die riesige Statisterie ist fantastisch eingesetzt – etwa in der Schlacht oder auch in der Szene am Kaiserhof.

APA/Salzburger Nachrichten online

Das Landestheater hat sich mit „Faust II“ in der Felsenreitschule keineswegs übernommen, sondern ein ausgiebig akklamiertes Ereignis zuwege gebracht. […] Carl Philip von Maldeghem erstellte eine kurzweilige, insgesamt dreistündige Version, die kompakt den „Höhenflügen“ folgt. Christoph Wieschke (…) und Sascha Oskar Weis (…) sind ein drängend famoses Paar, welche das irre Rad rasend in Schwung hält.

Kronenzeitung

Der Ring des Nibelungen 2012

Die moderne Inszenierung überzeugt selbst eingefleischte Wagnerianer.

Die Welt

Eine Inszenierung mit zeitgemäßem Blick, aber mit Respekt vor Wagners großem Epos.

Deutschlandradio

Der Ring des Nibelungen auf Tour 2012

The Salzburg Marionette Theatre’s ingenious, greatly condensed Ring (…) is vividly entertaining and profoundly serious. (…) This adaptation finds the key moments that distill Wagner’s meaning and set his superfluous grandiosity in relief. (…) The staging is monumental and real in ways that no monstrous machine can duplicate. (…) This production should be seen by anyone who loves Wagner, and anyone who loathes him.

New York Classical Review

The “Ring” cycle, directed by Carl Philip von Maldeghem and produced with the Salzburg State Theater, recreated in miniature all the essential ingredients of Wagner’s story, with a particular emphasis on the fairy-tale elements that are so difficult to stage in an opera house. The marionette “Ring” also offers a bite-size serving of high-concept Regietheater, with its penchant for ignoring historical settings — not surprising given that Mr. von Maldeghem used to work closely with Gerard Mortier when he was the often-divisive general manager of the previously traditional Salzburg Festival. The costumes let the story evolve over the course of the 20th century. (…) In Wagner, the bickering gods are eminently human. In the world of marionettes, humans have godlike powers.

New York Times

Ein Sommernachtstraum (2011) 2011

„Ein Sommernachtstraum’ ist in der Inszenierung des Intendanten Carl Philip von Maldeghem ein wilder, irrwitziger Ritt durch nächtlichen Wald, der Vergnügen macht und Spaß bereitet. Grandios.

Kronenzeitung

Jugend ohne Gott 2011

Mit Händen zu greifen ist die Atmosphäre der Zeit (…): die Bereitschaft der Jugendlichen, nach der neuen Doktrin zu funktionieren; die Begeisterung, mit der sie die vormilitärische Erziehung unter einem alten Feldwebel genießen, ohne zu merken, dass demnächst der Ernstfall eintreten wird. Diese wichtigen Aspekte stellt Maldeghems Bearbeitung und Inszenierung klar und überzeugend dar.

Salzburger Nachrichten

La Cenerentola 2011

Am Mittwochabend hat das Salzburger Landestheater dieses dramma giocoso in zwei Akten zur Premiere gebracht und damit volle Punkte geholt. Intendant Carl Philip von Maldeghem hat Regie geführt. Zusammen mit Ausstatter Christian Floeren treibt Maldeghem die Opera Buffa dabei noch auf die Spitze. Vieles trifft ins Schwarze Rossinis. Design und Spaß und Träumerei und eine Brise Melancholie. Mit Tempo, Witz und Pfiff. Genau richtig.

APA/Salzburger Volkszeitung

Himmel über Berlin 2010

Die Salzburger Theater-Version von „Der Himmel über Berlin“ ist ein Kaleidoskop des Alltäglichen und ein berührend-spirituelles Plädoyer für den Mut zum Leben. Aber wer nicht gänzlich versteinert im Theater gesessen ist und auf holde Kunst und hohe Literatur gepocht hat, dem haben die Himmel über Berlin und Salzburg einen berührend-sympathischen Theaterabend beschert.

ORF

Sieben Sonette 2008

Viel Beifall gab es (…) für die gelungene Symbiose zwischen den vielleicht schönsten Gedichten der Weltliteratur und den alltäglichen Begegnungen der Liebe und des Verlustes.

Süddeutsche Zeitung

Hamlet 2006

Dieser Hamlet kann lachen, weinen, zweifeln und jugendlich dynamisch sein. Ein Querdenker und Rächer mit Bedacht und voll praller Lebenskraft.

Stuttgarter Nachrichten

Carl Philip von Maldeghem hat die Hauptrolle des Shakespeare-Dramas mit einer Frau besetzt - und mit was für einer: Tina Eberhardt als androgyner Hamlet, der so verletzlich-zart wie fies sein kann, begeistert Publikum und Kritik gleichermaßen.

Stuttgarter Zeitung

Die Odyssee 2004

Ganz nah holt die Inszenierung die Figuren des Epos in die Gegenwart (...). Und wahrt dennoch spannungsreiche Distanz. (...) Uns so entführt das Regieteam die Zuschauer in die Tiefe der Seele - mit (...) einer erfrischend klar konturierten Theatersprache.

Esslinger Zeitung

Von Maldeghem hat diesen antiken Stoff erfrischend jung und zupackend umgesetzt und dabei seine Zuschauer mit einer neuen fantastischen Bildersprache bereichert.

Stuttgarter Nachrichten

Ein Sommernachtstraum (2004) 2004

Frech, flott, fies. (...) Dieser "Sommernachtstraum" ist flott wie ein Hockenheim-Rennen, witzig wie Comedy, unterhaltsam wie Kino. (...) Leicht, sinnlich, unterhaltsam lässt von Maldeghem die komplex strukturierte Komödie ablaufen.

Stuttgarter Zeitung

Romeo und Julia (2002) 2002

Es lebt! Es atmet! (...) Wie ein kräftiges Herz pumpt die Theatermaschinerie, jugendliches Temperament jagt über die Bühne, der Puls pocht aufgeregt (...). (...) das Alte Schauspielhaus ist wachgeküsst aus dumpfem Schlaf und zurückgekehrt in das Stuttgarter Theaterleben"

Stuttgarter Zeitung

Orests Heimkehr 1999

Die Inszenierung von Carl Philip von Maldeghem lässt Wieschke rasant die Rollen wechseln. Er verleiht allen Figuren einen eigenen Charakter und macht sie gleichzeitig zu modernen Menschen.

Badisches Tagblatt

Man bekommt bei diesem gelungenen Experiment eine Ahnung, was das Theater sein kann: eine leere Bühne und ein Mann auf ihr, der etwas erzählt. Eine glänzende Leistung.

Badische Neueste Nachrichten

BIOGRAPHIE

Erlebnisraum Bühne: Carl Philip von Maldeghem ist Theaterleiter und Regisseur für Schauspiel und Musiktheater. Credo seiner künstlerischen Arbeit ist es, Leben und Kunst im Erlebnisraum Bühne zu verschränken, und den Gegenwartsbezug sowohl in klassischen als auch in zeitgenössischen Stoffen zu entdecken: „Vividly entertaining and profoundly serious“ so bezeichnet dies „New York Classical Review“.

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